Dienstag, 19. März 2013

Selbstmitleid ist eine unnötige Fessel

In letzter Zeit erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich mich durch bloßes nichts-tun in Schwierigkeiten manövriere. Ob es nun das Schreiben einer Facharbeit oder das Suchen einer Praktikumsstelle ist. Es gibt Tage, die ich bewegungslos im Bett verbringe, den Kopf voller zu erledigender Dinge und Möglichkeiten. Doch erst wenn diese Pflichten oder Vorhaben auch mit anderen Menschen in Zusammenhang stehen, sich also andere in irgendeiner Hinsicht auf mich verlassen, werde ich tätig. Und am Ende des Tages kommt das Selbstmitleid, die Trauer über den verschenkten Tag. Jetzt möchte ich einen Schlussstrich darunter ziehen. Ich nehme mir jeden Tag etwas vor. Beispielsweise hab ich noch zig Ideen zur Verschönerung meiner Wohnung in mir schlummern, was mir auch wirklich Spaß macht, doch immer wieder spricht die Trägheit aus mir und verschiebt das Vorhaben. Seit Wochen nehme ich mir vor wieder mit Schwimmen oder Yoga anzufangen, weiß dass es mir gut tut und verbringe dann doch nur Stunden damit mir auszumalen, wie schlecht es mir gerade geht. Ich darf einfach nicht immer darauf warten, dass mir jemand anderes oder der nicht mehr auszuhaltende Druck in den Arsch tritt. Ich muss mich selbst aufraffen. In diesem Sinne steht jetzt in beliebiger Reinfolge Duschen, Bewerbungsmail schreiben, Gewürzgläser gestalten und Füllen, etwas aufräumen, DVD brennen und losfahren zum gemeinsamen Kochen. Morgen könnte ich endlich mal wieder Schwimmen gehen, wenn durchs die Bewerbung nichts dazwischen kommt und einige Einkäufe erledigen. Nun folgt Musikaufdrehen und anfangen, in zwei Stunden will ich los. Gedanken frei nach "das schaff ich nie" in "der Versuch zählt" umwandeln. Für Selbstmitleid scheint mir meine Zeit einfach viel zu schade.

 

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