Momentan lässt mich nur der Blick auf die Waage nach dem Erwachen aus dem Bett springen, aber auch wenn ich weiß, dass die Zahl niedriger sein wird. Ab nächster Woche geht mein Studium wieder los. Noch so viele Aufgaben sind aufgeschoben, nicht erfüllt und verdrängt.
Die sms an ihn, schon 1000 Mal angefangen, aber nie beendet und abgeschickt. Dabei will ich doch nur fragen, wie die Wohnungssuche lief, ob es ihm gut geht. Eine kleine Meldung an ihn, bei der mitschwingt, dass ich immer noch jeden Tag an ihn denke. Vor 16 Tagen das letzte mal gesehen...
Fazit: Vom Sofa erheben, den Scheiß anpacken, weil er nicht von allein verschwindet und weiter machen, denn bisher ging es doch immer. Und im Nachhinein blickt Mensch zurück und fragt sich, weshalb damals alles so drückend und schwer erschien und das Bewältigen doch nur im Kopf so unmöglich schien.
Vollgefressen bis zum Rand,
antriebslos, lethargisch. Seit Stunden liege ich hier mit
geschlossenen Augen und kann doch nicht schlafen. Bin auch nicht
müde, aber trotzdem fühle ich mich kraftlos, gefangen in meiner
Wohnung, in meinem Körper, in meinem Kopf. Ich muss mich befreien,
will nicht wieder in diesen Trott verfallen, darf mich nicht so gehen
lassen. Muss lernen von allein aufzustehen, mich nicht durch den
Strudel meiner Gedanken in Selbstmitleid baden zu lassen. Wenn du das
Gefühl hast, dass dir alles zu viel wird, hilft es nicht, wenn du
liegen bleibst und gar nichts mehr tust. Leere lässt sich nicht in Worte fassen und nicht mit Essen füllen.
And there will come a time, you'll see, with no more tears. And love will not break your heart, but dismiss your fears. Get over your hill and see what you find there, With grace in your heart and flowers in your hair.
Das Leben geht ohne ihn weiter,auch wenn sich meine Gedanken nach wie vor um ihn drehen. Die Abschiedsnachricht habe ich doch nicht geschrieben, hatte Angst es wirkt übertrieben. Melden werde ich mich trotzdem bei ihm, vielleicht auch erstmal nur per sms, dann kann er selbst entscheiden, ob er antworten möchte, nicht wie bei einem Telefonat. Mein Gewicht geht seit dem Neustart Berg ab, was mir eigentlich ein Rätsel ist, bei den Mengen die ich gegessen habe. Besonders gestern hatte ich bis Abend so gut wie nichts gegessen, war dann aber bei einen Vortrag mit veganem Buffet. Und weil weniger Leute als erwartet kamen und mich die befreundeten Köche anstachelten mehr zu essen und weil eben auch alles so lecker war, habe ich richtig zugeschlagen und mich vollgefressen, bis mir fast übel war...und heute trotzdem 500 g weniger. Anscheinend ist mein Stoffwechsel durch die letzten Wochen wieder einigermaßen im Lot. Ich habe allerdings nicht die Hoffnung, dass es so dauerhaft weiter geht.
So...dann war Coco noch so nett und hat mich getagged. Ich möchte mich auf jeden Fall für dir interessanten Fragen bedanken. Hier kommt erstmal die Beantwortung, Fragen werde ich mir später ausdenken.
Die Regeln
: Jede getaggte Person erzählt 11 Dinge über sich selbst, außerdem müssen die 11 Fragen beantwortet werden,
die man vom Tagger
bekommen hat.
Du musst 11 weitere Fragen an die Blogger stellen, die du
taggen willst.
Zurücktaggen ist nicht erlaubt!
11 Dinge über mich:
1 - Seit ich vor 2 1/2 Jahren umgezogen bin, besitze ich keinen Fernseher mehr und vermisse ihn auch kein Stück.
2 - Ich lebe seit 3 3/4 Jahren vegan.
3 - Ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig, manchmal sogar 6 oder 7 ohne den Durchblick zu verlieren.
4 - Ich spiele Bass in einer Grindband, als einzige Frau.
5 - Ich helfe ehrenamtlich bei mehreren Vereinen mit und stehe so am Wochenende auch mal öfters hinter der Bar oder am Einlass eines Jugendclubs.
6 - Ich habe über Jahre Ratten aus schlechter Haltung aufgenommen, habe aber nun nicht mehr genügend Zeit und Pflege nur noch meinen letzten Überlebenden Rattenopa.
7 - Ich tobe mich gern kreativ an meiner Kleidungund Wohnugseinrichtung aus, frei nach dem Motto DIY (Do it yourself). Von Shirts bedrucken über Schmuck selbst herstellen & Co bis hin zum umgestalten von Sperrmüllmöbeln.
8 - Seit ich 15 bin besuche ich durchschnittlich pro Woche 1 Konzert.
9 - Grün, Lila, Blau, Gelb, Orange, Rot...alles Haarfarben die ich in den verschiedensten Tönen bereits getragen habe...momentan erscheint meine komplette Frisur (Sidecut) allerdings in Schwarz.
10 - Ich habe mehrere Piercings, war aber noch nie in einem Piercingstudio.
11- Ich übe das spielen mit Feuer-Pois und bin auch schon zusammen mit Freunden aufgetreten.
Nun zu den Fragen:
1. Was magst du an dir?
Meine Augen, mein Lächeln und öfters meine Haare.
2. Dein Lieblingshobby?
Zur Zeit macht das Bassspielen sehr viel Spaß, aber ansich auch lesen, Konzerte besuchen, Malen, Musik & Filme wahrnehmen, schreiben...ich bin viel beschäftigt
3. Lieblingsbuch?
"Illuminatus!" von Robert Anton Wilson und Robert Shea
4. Wieso bloggst du?
Eine Mischung aus Tagebuch, Frust- und Gedankenablassen...Gefühle reflektieren und sich mit anderen austauschen.
5. Lieblingsjahreszeit? Und wieso?
Da kann ich mich nicht festlegen. Ich mag den Frühling, weil ich es liebe zu spüren, wie es wieder wärmer wird, die Tage länger werden und die Natur neu erwacht. Ich mag den Sommer wegen der Sonne, sie treibt mich aus der Wohnung. Ich vereise viel und genieße die mögliche Spontanität der Jahreszeit. Am Herbst mag ich die Farben, das durchs Laub rennen und den Spätsommer genießen. Am Winter mag ich, welch Überraschung, den Schnee und wie sich die Außenwelt durch ihn verändert. Wenn da nur nicht dieses Gefühlschaos namens Winterdepression nicht wäre.
6. Traumberuf?
Ich weiß, dass ich im definitiv im sozialen Bereich arbeiten werde nach meinem Studium, kann allerdings noch nicht genauer sagen, in welche Richtung es mich verschlagen wird. Autor wäre natürlich auch traumhaft. Ich habe schon mehrere Ansätze für Romane, aber keiner ist so weit entwickelt, dass ich mit dem schreiben anfangen könnte.
7. Gibt es eine Person ohne die du nicht leben kannst?
Im Prinzip kann man ohne jeder Person weiterleben. Diese Erfahrung durchlebe ich gerade wieder durch seinen Umzug. Ich habe schon öfters erlebt, wie sich sehr intensive Freundschaften auseinandergelebt haben und daher denke ich, dass es vorallem wichtig ist gute Freunde zu haben, auch wenn diese, aus welchen Gründen auch immer, wechseln.
8. Wie sind deine Familienverhältnisse?
Ich bin Singel und Kinderlos, habe einen älteren Bruder und dauerhaft getrennt lebende Eltern, die schon vor meiner Geburt nicht mehr wirklich glücklich waren, und trotzdem noch viele Jahre zusammen lebten. Meine Eltern gehen inzwischen jeweils neu Beziehungen ein.
9. Würdest du gerne mal auf ein Festival gehen? Wenn ja, welches?
Ich habs gerade mal grob überschlagen und hab dabei festgestellt, dass ich seit ich 16 bin auf ca. 34 Festivals war. Mich würde auf jeden Fall nochmal ein Gothic-Festival reizen, muss nicht mal unbedingt das WGT sein. Das Burning Man Festival stelle ich mir auch interessant vor und ja...ich bin da relativ offen, da ich einen breiten Musikgeschmack habe, was alles jenseits der Charts angeht. Sehr empfehlen kann ich auf jeden Fall die Fusion, da ist für jeden etwas dabei!
10. Lieblingsmusiker?
Hm...nicht wirklich. Da ich Punk, Ska, Reggae, Metal, Gothickram, Rap, Rock, Indie, Elektro und Liedermacher höre und dies meist sehr stimmungabhängig, kann ich mich nicht festlegen.
11. Dein schönstes Sommererlebnis?
Einerseits die neuen Freundschaften, welche in diesem Sommer entstanden sind, aber vorallem die Zeit mit ihm...wie wir und kennen lernten, zusammen eine Hochzeit sprengten, die Nächte zu zweit durchmachten, dass ich sein konnte wie ich bin, der Moment als sich unsere Hände gegenseitig erkundeten, sein Lachen...Die Art wie er sagte, dass ich schön bin, als er mich das erste mal nackt sah. So überzeugend, dass ich es das erste Mal glauben konnte, zumindest für diesen Moment. Das er mir gezeigt hat, dass ich mich doch noch bedingungslos verlieben kann.
Der Mann den ich liebe verlässt heut die Stadt. Die Andere
war vermutlich doch nur eine Täuschung meiner liebeskranken Wahrnehmung. Eine
richtige Verabschiedung gab es nicht, er ging als ob Mensch sich gleich am
nächsten Tag wieder treffen würde. Weihnachten ist er spätestens wieder
da...mein Countdown zur Reduzierung meiner Selbst hat begonnen. Ich schreibe
ihn später eine Abschieds sms und hoffe, dass ich den Mut finde ihn anzurufen,
nicht sofort, vielleicht das erste Mal in 2 Wochen. Am liebsten würde ich
gerade zu seinem Haus rasen, nachsehen ob er noch da ist, ihn weinend umarmen
und ihn sagen, dass ich ihn jetzt schon vermisse. Der Mann den ich liebe
verlässt heut die Stadt und lässt meine Gefühle, die ich für ihn empfinde,
zurück, gebraucht und als nicht passend befunden. Und dabei war ich mir noch
nie so sicher, dass es liebe ist. Ich fühl mich allein, obwohl ich weiß, dass
ich es nicht bin.
Alle Zeichen deuten daraufhin, dass er eine Andere hat, eine Andere, die erst vor kurzem wieder mit ihren Exfreund zusammen gekommen war. Eine Andere mit der er trotzdem in letzter Zeit viel gemacht hat. Eine Andere, die wieder von ihren Exfreund verlassen wurde und dabei glücklich wirkt, während er am Boden ist.
Und trotz des ganzen Schmerzes wünsche ich mir, dass er glücklich wird. Und trotz des ganzen Schmerzes mache ich mir Sorgen um ihn. Er ist noch immer da, sein Studium hat vor einer Woche begonnen. Er ist in keinen Stundenplan eingetragen, hat keine Wohnung, keine Studiengebühren überwiesen...und all das hätte in dieser Woche passieren sollen. Ich mache mir Sorgen, dass er seinen Traum wegwirft, denn ich weiß wie viel er ihn bedeutet. Und ich bedauere, dass er mich nicht lieben kann, denn ich bin mir ziemlich sicher, das ich ihn mehr liebe, als sie.
Vielleicht täuscht mich auch mein Gefühl, aber dass hat es mich in letzter Zeit nie. Sie sind zusammen nach Hause gegangen, vor ein paar Tagen hat sie noch bei ihrem Ex geschlafen und ich würde mich an seiner Stelle fragen, was wäre, wenn er nicht Schluss gemacht hätte.Vielleicht bilde ich mir alles nur ein, aber die lauteste Stimme in meinem Kopf sagt mir, dass es nicht so ist. Die anderen wimmern, liegen zusammengerollt am Boden und bemitleiden sich selbst.
This is the end Beautiful friend This is the end My only friend, the end Of our elaborate plans, the end Of everything that stands, the end No safety or surprise, the end I'll never look into your eyes...again Can you picture what will be So limitless and free Desperately in need...of some...stranger's hand In a...desperate land Lost in a Roman...wilderness of pain And all the children are insane All the children are insane Waiting for the summer rain, yeah There's danger on the edge of town Ride the King's highway, baby Weird scenes inside the gold mine Ride the highway west, baby Ride the snake, ride the snake To the lake, the ancient lake, baby The snake is long, seven miles Ride the snake...he's old, and his skin is cold The west is the best The west is the best Get here, and we'll do the rest The blue bus is callin' us The blue bus is callin' us Driver, where you taken' us The killer awoke before dawn, he put his boots on He took a face from the ancient gallery And he walked on down the hall He went into the room where his sister lived, and...then he Paid a visit to his brother, and then he He walked on down the hall, and And he came to a door...and he looked inside Father, yes son, I want to kill you Mother...I want to...WAAAAAA C'mon baby,--------- No "take a chance with us" C'mon baby, take a chance with us C'mon baby, take a chance with us And meet me at the back of the blue bus Doin' a blue rock On a blue bus Doin' a blue rock C'mon, yeah Kill, kill, kill, kill, kill, kill This is the end Beautiful friend This is the end My only friend, the end It hurts to set you free But you'll never follow me The end of laughter and soft lies The end of nights we tried to die This is the end
Wenn dich eine Welle von Depression, Verzweiflung, Einsamkeit und Misanthropie überrollt, dann gehe auf einen der Plätze, der meist von den gescheiterten Existenzen der Stadt besiedelt wird. Setze dich zwischen Alkoholiker, sympathisch Zurückgebliebene und all die anderen verstoßenen Kinder dieser Gesellschaft und rede mit ihnen, höre zu. Du wirst lachen und weinen, dich so verstanden fühlen, wie schon seit langem nicht mehr. Geschichten darüber, wie sie wurden, was sie sind. Ihr Alltag, ihre Wünsche. Andere werden verständnislos vorbei gehen, sich fragen, was du unter ihnen zu suchen hast. Und du wirst dir nur die Frage stellen, ob du irgendwann zwischen ihnen untergehen wirst. Denn jede Generation hat diese Existenzen, die einst aufrecht durchs Leben gingen, die Welt unter den Füßen und eine unbestimmte Zukunft vor sich. Und wenn du heute mit ihnen redest, dir Zeit nimmst, sie so schätzt wie sie sind, dann zeigen sie dir die Reste ihres früheren Glanzes, den sie als letzte Hoffnung irgendwo in sich vergraben haben. Und während ihr weiter redet merkst du, dass das "sie" und "ich" verschwimmt und jeder Mensch auch ein solcher bleibt. Einsamkeit, das nichts mit sich anfangen können, das orientierungslos in die Welt geworfen und verloren gegangen sein und immer wieder Liebe die aufbaut und zerbricht und damit kleine Welten ins schwanken bringt. Und du denkst daran, wie oft du dir sagst, dass es weiter gehen muss und wird. Das du das Glück nicht abschreiben solltest, auch wenn du dich gerade so fühlst, als ob du nie mehr zurück in diese endorphinüberschüttete Zeit finden wirst. Und du fragst dich, was ist wenn dein Gefühl nicht lügt, denn so wie es war, wird es nie wieder sein. Und als letzter Gedanke drängt sich dir auf, wie lang du eigentlich noch jeden Tag trinken musst, bis du am selben Punkt angelangt bist.
Manchmal muss Mensch einfach Frühs aufwachen, eine Antidepressiva einwerfen, genüßlich den Kaffee einsaugend, während der Joint in der einen Hand immer mehr zu Asche und der Lesestoff aus den Buch und immer fesselnder und die leidenschaftliche Kunst der Doors immer gefühlsweltanpassender wird...dabei muss Mensch sich manchmal einfach sagen: Dies wird ein guter Tag!
You know the day destroys the night
Night divides the day
Tried to run
Tried to hide
Break on through to the other side
Break on through to the other side
Break on through to the other side, yeah
We chased our pleasures here
Dug our treasures there
But can you still recall
The time we cried
Break on through to the other side
Break on through to the other side
Yeah!
C'mon, yeah
Everybody loves my baby
Everybody loves my baby
She get
She get
She get
She get high
I found an island in your arms
Country in your eyes
Arms that chain us
Eyes that lie
Break on through to the other side
Break on through to the other side
Break on through, oww!
Oh, yeah!
Made the scene
Week to week
Day to day
Hour to hour
The gate is straight
Deep and wide
Break on through to the other side
Break on through to the other side
Break on through
Break on through
Break on through
Break on through
Yeah, yeah, yeah, yeah
Yeah, yeah, yeah, yeah, yeah
Vorwarnung: Der Post dreht sich wieder hauptsächlich um ihn. Ich habe das Wochenende zusammen gefasst, um meine Gefühle etwas zu ordnen, also nicht unbedingt für jeden spannend...
Und wieder ein durchzechtes Wochenende hinter mir...mit ihm in meiner Nähe. Einige meiner Freunde, darunter auch er, arbeiteten bei einen örtlichen Fest an einem Stand und ich hielt mich das ganze Wochenende dort auf und half im Bedarfsfall mit.
Am Freitag wurde ich bei einem Unwetter komplett durchnässt und er bot mir trockene Klamotten für den Heimweg an. Bei ihm angekommen kamen immer mehr Leute hinzu und alles zog sich in die Länge. Als er bemerkte wie müde ich war, bot er mir den Schlafplatz in seinem Wohnzimmer an. Er ging vor mir schlafen und bat mich die Lichter zu löschen. Als aber immer wieder neue Leute hinzu kamen ging ich doch in sein Zimmer, um ihn zu fragen, ob ich nicht doch mit in sein Bett kann. Er schlief fest, ich war betrunken und breit genug und traute mich somit, mich trotzdem mit hinzulegen. Im Nachhinein ist es mir unangenehm, da er sehr überrascht war, mich am nächsten Morgen neben sich zu haben.
Daher machte ich auch am Samstag auf dem Nachhauseweg keinerlei Anstalten noch mit in seine Wohnung zu kommen. Gestern wurde mir dann die härteste Prüfung abverlangt. Circa 2 Stunden vor Feierabend tauchte eine Freundin von ihm auf und ich bin nicht mal sicher, ob es nicht sogar seine Ex war. Sie saßen mindestens 2 Stunden abseits, redeten und tranken Wein. Als wir uns auf den Weg nach und nach trennten, verabschiedete er sich mit ihr eher und sie liefen weiter in die Stadt. Vielleicht hat er sie nur Heim gebracht...vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall bekam ich zum ersten mal keine Umarmung zum Abschied. Zum Glück war ich recht betäubt und in unterhaltsamer Gesellschaft und habe die Situation wirklich gut verkraftet. Ich würde mir einfach wünschen, dass es uns genauso geht, wenn er zu Besuch ist. Außerdem trug mich der Gedanke: "Wenn er dich das erste mal wieder sieht wird er geschockt sein wie dünn du bist.", relativ gut in Richtung Bett, da ich seit Freitag wieder meinen Kurs im Abnehmen richtig einschlagen konnte. Ab heute nehme ich auch an einer neuen kleinen Challange teil. Mehr dazu steht auf der Seite "Der rote Faden..."
Nun werde ich ihn später wiedersehen, weil ich beim Abbau des Standes helfe. Ein Satz von ihm, den ich am Samstag aus einen Gespräch erhaschen konnte, dreht sich inhaltlich darum, dass er seine Wohnung trotz der großen Entfernung behalten wird und dass es ja eh nur eine 6-Stunden-Fahrt mit dem Auto wäre...ich hoffe so sehr, dass es dabei bleibt...er ist mir zu wichtig, um ihn als Freund oder den Kontakt zu ihn, zu verlieren. Ich habe ihn viel zu viel offenbart. Schon die ganze Zeit würde ich ihn am liebsten ganz kurz sagen, dass ich ihn sehr vermissen werde, wenn wir uns zur Verabschiedung umarmen, aber da wir nie allein waren, entstand noch keine Situation, in der ich es mir getraut hätte. Nur noch 1 1/2 Wochen...
Ich hoffe ich komme bald aus dieser Spirale raus. Ablenkung hilft nur so lange ich unter Menschen bin. Mein Tag beginnt und endet mit Tränen, ich bekomme meinen Kopf nicht frei. Weiß nicht genau wann er weg zieht, aber mehr als 1-2 Wochen kann es nicht mehr dauern. Ich überlege seit dem aufstehen, ob ich ihm eine Nachricht schreibe oder sogar anrufe. Doch mein Kopf wird sich über den Inhalt nicht einig. Ich habe einfach Angst, dass er heimlich geht, ohne Chance auf Abschied.
In letzter Zeit mache ich mir Gedanken über Kinder. Nicht das ich über eigene nachdenke, sondern über die vielen ungewollten und die, welche den leben der Eltern einfach nur einen Inhalt geben sollen. In der Stadt in der ich wohne, nimmt das alles immer mehr überhand. Die meisten Menschen mit guten Aussichten ziehen weg, eine Handvoll bleibt, um an den Dingen etwas zu ändern und der Rest...ich habe gestern etwas auf ein Blatt Papier kritzeln müssen, als ich mit einen Buch auf einen Platz saß. Die Gedanken mussten an die frische Luft und waren im akuten Zustand vielleicht auch etwas übertrieben, der lesende Mensch mag selbst entscheiden:
Ich will dumm sein, dumm genug um mich vom Nächstbesten ficken zu lassen und mir dabei ganz fest einzureden, dass ich somit mein ewiges Glück gefunden habe. Dumm und glücklich. Viele arme Kinder in die Welt setzen, die ohne eine Chance in den ewigen Kreislauf der Sinnlosigkeit entlassen werden. Und das nur, weil die dummen Erzeuger einen Lebensinhalt brauchen, welche ihre Kinder ebenfalls für sich als Lösung übernehmen werden. Endlos. Immer mehr kaputte Gestalten, die umherwandeln, nur um anderen elenden Leben einen Sinn zu geben, wo es keinen gibt. Zerstörte, nie wirklich da gewesene, Existenzen. Strudel, Wiederholung, Teufelskreis, kein Ende in Sicht. Doch Dumme und Glückliche haben dafür keinen Gedanken übrig. Woher sollten diese auch kommen? Von mir sicher nicht, denn im End(d)efekt bin ich noch dümmer als sie, weil ich mich nicht der Sinnlosigkeit anfreunden und das dahinvegetieren genießen kann, im Gegensatz zu ihnen...welch selbstmitleidige Scheiße!
Es gibt kein Wort sie zu beschreiben
Nur das Gefühl von reinstem Hass
Auf die, die den Lebenswert bestimmen
Ihr Maß, das eigne Spiegelbild - die Norm...
Eine zeitlang glaubte ich ihnen
Und ihrem Untergang im Hochmut
Da sie dem Leben fremd geworden sind
Ich juble ihm zu
Dem Hofstaat der Maßlosigkeit
Auf seinem Festzug heim ins Nichts
Die Schreie der Gefallenen
Sind Melodie der Marschmusik
Und lass sie wanken, lass sie fallen
Bis ihre Haut verschlissen ist
Ich will nicht mehr ruhn
Bis ihre Augen gebrochen
Und all ihr Fleisch fernab vom Körper liegt
Es lebe der Tod...
Er allein ist meiner Seele Balsam
Es leben die Leichenfeuer...
Spenden Wärme meinem kalten Leib
Es lebe der letzte seiner Art -
Und sollte ich dies sein
So schaufle ich das eigne Grab...
Es lebe das Feindbild Mensch
Das sich erdreistet "Herr" zu sein
Es lebe der Hass auf die eigene Form
Die sich stets nahm, was ihr nicht gebührt
Es lebe der Zerfall und der Niedergang
An ihren Werten wird die Welt verenden
Als ich entzünde dann ihr Fleisch
Da selbst die Ratten es nicht fressen
Seh ich sie noch mal vor mir stehn
Voll von Fäkalien ihre Kleider
Die Mäuler stumm um Gnade flehn
Und dies ist süßer als der schwerste Wein
Auch wärmer als ihr Leiber Feuer
Erfüllt mich mit Glückseligkeit
Und macht mich glauben
Wert zu sein der Ratten Fraß
Denn auch ich war Anbeter des Spiegelbilds
Es bestimmte meine Lebenswerte
Gepriesen sei mein Niedergang
Im Hochmut, den ich nie verehrte...
So schreib ich selbst die Inschrift meiner Gruft
"Feindbild Mensch" in roten Lettern
Und leg mich nieder in den Boden
Aus dem neues Leben sprießen wird
Vielleicht wird es dies zu etwas bringen
Ich geb mein Fleisch -
Für diese Hoffnung -
Mein Tod -
Bringt jetzt -
Der Seele -
Frieden....
Hartes, arbeitsames und doch schönes Wochenende hinter mir. Erdrückende Stille um mich...es war so schön mit ihm Zeit zu verbringen, dass es mir einfach noch mehr weh tat, wenn ich mir wieder bewusst wurde, das es nicht mehr so ist wie es war. Das wir nicht frühs um 7 zusammen ins Bett gehen, nachdem wir endlich die letzten Gäste aus dem Club befördert haben. Ich kann einfach keine Ruhe haben, allein mit mir sein, die größte Qual. Für Morgen fehlt mir ein festes Ziel, was mich gerade noch mehr erschlägt. Er war heute mit einem guten Freund von mir da zum Film ansehen...ich lag neben ihn, berührte ihn...ich hätte mich so gefreut, wenn er einfach eingeschlafen wäre. Nun sind sie auf dem Weg nach Hause und ich konnte mal wieder kaum die Tränen zurückhalten...Ich weiß einfach nicht wohin mit diesem unglaublichen Druck. Habe das Bedürfnis nach körperlichen Schmerz, weiß aber gleichzeitig, dass ich mir damit auch nicht helfen kann und das Resultat ein noch größeres Versteckspiel ist.
Ich foltere mich selbst, wenn ich ihn ständig um mich habe, doch der Schmerz ist viel größer, wenn ich bedenke, dass er nicht mehr lang hier sein wird. Und wieder muss ich laut weinen. Tut mir leid, dass ich zur Zeit nur so was schreiben kann. Sobald ich allein bin bricht alles über mir zusammen. Ich kann mir nicht vorstellen ihn nicht mehr zu sehen, auch wenn für mich jede Begegnung mit ihm, wie Zucker mit Glasscherben zu essen ist, so kann ich doch besser durch die einsamen Nächte kommen, wenn ich weiß, wann ich ihn das nächste mal sehe.
Ich will mich so kaputt machen, dass ich nichts mehr spühre.